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Bienenfutter

Bienenfutter

Auf heutigen Wirtschafts-flächen kommen Pflanzen kaum mehr zur Blüte – aus der Sicht von Blütenbesuchern eine grüne Wüste.

Selbst dort, wo noch nennenswert Blüten erscheinen, ist zur Ernte auf einen Schlag eine ganze Gegend leer-geräumt.

Imker sprechen vom „Ernteschock“. Bienen und andere Blütenbesucher finden sich von heut auf Morgen ohne „Landeplatz“

Das Camena damit die aktuelle Entwicklung vorausgesehen hat und die daraus resultierende Bedarfssituation richtig eingeschätzt hat, spricht für den  Sachverstand in Sachen Ökologie. Seit zwei Jahren nun beschäftigen sich Schweizer Wissenschaftler mit  den Auswirkungen der „grünen Wüste“ auf unsere Bienenvölker.  Nahrung und Lebensraum. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Naturschutzberatung NRW  zusammen mit der Naturschutzberatung Niedersachsen und der Firma Camena schon vor langer Zeit  drei Mischungen für Blühstreifen entwickelt. An Feld- und Wiesenrand lassen sich so leicht „Futterstationen f. Bienen und andere Wildtierarten anlegen.

Pflanzenvielfalt gegen Bienensterben 

Seit Jahren sind die Imkerei und auch die Anzahl der Bienenvölker rückläufig. Jedes Jahr reduziert sich die Anzahl der Völker um 2-4 %. Dies liegt unter anderem an der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung von weniger Blüten tragenden Kulturpflanzen. Dieser Entwicklung kann mit breiten Blühstreifen und blütenreichen Alternativen Energiepflanzen sowie geringem Einsatz von Herbiziden, Insektiziden und Fungiziden entgegengewirkt werden.

Pflanzenvielfalt

Den Weg über das Saatgut geht man auch in der Schweiz.  Schweizer Wissenschaftler an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in Bern haben  Saatgutmischungen f. Bienenweiden entwickelt, um so dem Bienensterben auf natürliche Weise zu begegnen.  Die Pflanzenvielfalt soll Honig- und Wildbienen mehr Nahrung bieten und sie damit fitter für den Überlebenskampf machen.

Nach zwei Jahren Forschung liegen nun erste Ergebnisse vor.

Futterlücken schliessen

Die Entwicklung der Bienenvölker wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Aber gem. den Aussagen der schweizer Foscher ist es vor allem der Nahrungsmangel, der Bienen im Sommer für Krankheiten und Parasiten anfällig macht. Neben Varroamilbe und Sauerbrut sorgen die Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion und die Zersiedelung für das Bienensterben. Weltweit sollen bereits mehr als 30 Prozent der Honigbienen weggestorben sein.

Die Kombination all dieser Faktoren schwächt Bienenvölker nachhaltig und führt langfristig zum Absterben. Da sich viele dieser Faktoren nicht unmittelbar beeinflussen lassen, wollte die Wissenschaftler in diesem Projekt Bienenvölker über das Nahrungsangebot stärken. Von Mitte Mai bis Ende Juni ist die Futtersuche für die Bienen besonders anstrengend. Raps, Löwenzahn und Obstbäume sind bereits verblüht, aber der Wald bietet Bienen noch wenig Nahrung. Diese Futterlücke scheint einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit der Insekten zu haben, folgern die Berner Forscher. Denn zu dieser Jahreszeit befänden sich die Bienenvölker noch im Aufbau und sind daher besonders anfällig.

Aufgetischt – Saatmischungen f. Bienenweiden

BergwieseMit speziellen Saatgutmischungen ist es den Wissenschaftlern nun gelungen, diese Futterlücke weitestgehend zu schliessen. Die Saatmischungen für Bienenweiden enthalten zum Beispiel Buchweizen, Phacelia, Kornblumen, Perser- und Alexandrinerklee, Klatschmohn sowie verschiedene Kleesorten.
Auf den so angelegten Bienenweiden fanden die Insekten von Anfang Juni bis Ende Juli reichlich Nahrung. Zudem fanden die Wissenchaftler in den Bienenweiden deutlich mehr Honig- und Wildbienen vor, als in den sogenannten Buntbrachen (ökologische Ausgleichsflächen)

In den kommenden drei Jahren will man versuchen, das Nahrungsangebot auf die Zeit von Mitte Mai bis Anfang Juni durch entsprechende Saaten auszudehnen, um ein Optimum an Widerstandskraft der Bienenvölker zu erreichen.

 Pferdeweide macht Honig?

Klingt komisch, macht aber durchaus Sinn.

Blühstreifen passen zwischen zwei Koppeln, finden Platz am Stall, oder säumen den Reitplatz u.v.m.  Gelegenheiten zur Anpflanzung gibt es viele- und man sollte davonm nutzen machen!

Koppelrand

Denn Bienen sind nicht nur für die Produktion von Honig wichtig, etwa 80 % der Kulturpflanzen sind auf ihre Bestäubung angewiesen und auch die Artenvielfalt der Wildpflanzen ist stark von der Bestäubung der Bienen abhängig. So sollten pro km² 3-4 Bienenvölker angesiedelt sein. Dazu benötigt man ‚Bienenweiden“

Camena bietet hierzu verschiedene Saatgutmischungen in Bio-Qualität an. Ein Blick darauf lohnt sich 🙂

Camena-Bluehstreifen

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