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Die Aufgabe des Tages lautet: „Wann hast Du Dich zum erstenmal erwachsen gefühlt?“.

Erwachsen, was ist das? Wikipedia ist ja immer gut für eine schnelle Antwort:

Der moderne Erwachsene ist ein soziales Individuum, welches seiner Einsamkeit bewusst ist und diese durch seine Fähigkeit zur romantischen Liebeüberwindet.

Norbert Elias (* 22. Juni 1897 in Breslau; † 1. August 1990 in Amsterdam) Soziologe

Ich kann dieser Aussage zwar folgen, wüsste im Moment aber nicht, was das mit „Erwachsensein“ zu tun hat.  Demnach wäre jeder „synapsenbildender“ Teenager erwachsen.

Verantwortung übernehmen für sich selbst, später für Andere,  Konsequenzen tragen und eigene Erfahrungen machen dürfen – ist das Erwachsen?
Man ist „erwachsen“, man ist aus sich heraus gewachsen, wenn man bereit ist, der Welt entgegenzutreten – bereit zu sagen “ Hier bin ich!“

AhA!

Ein wenig erwachsen habe ich mich gefühlt, als ich geheiratet habe. Ein bischen mehr, als die Kinder kamen. Gleichzeitig aber haben mir genau diese KInder meine eigene Kindheit wieder ein ganzes Stück näher gebracht.

Wir haben gespielt, gesungen, gelacht, gelernt und getanzt. Wir haben die Welt erkundet – im Kleinen und im Grossen – gestritten, geliebt, getrauert und uns auch wieder gefreut… Jetzt sind alle 4 „erwachsen“ – rechtlich. Aber eigentlich sind sie immernoch meine KInder.

Das „Kindsein“ tritt jetzt wieder etwas in den Hintergrund und mehr Zeit wird aufgewand für den „Ernst des Lebens“. Meine Frima, ja die ist erwachsen – der erwachsene Teil meines Lebens.

Ansonsten  bin ich rechtlich „erwachsen“ und privat bewahre ich „das Kind“ in mir vor der unsteten Welt. Und auch der Mann an meiner Seite ist „erwachsen“ – wie man ganz deutlich auf dem Bild sehen kann, oder?

Bild

Was genau also unter einem Erwachsenen verstanden wird, hängt immer von der jeweiligen Perspektive ab, aus der man den Erwachsenen betrachtet

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