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Grosser Weisser Hai

Grosser Weisser Hai

… und man will Ihm an den Kragen!

Pferd frisst Hai?

Wenn Sie Ihrem Pferd mal wieder Gelenksnährstoffe in Form von Chondroitin und Glucosamin in den Futtertrog geben, oder mit dem Gedanken spielen, derartige Produkte zum Einsatz zu bringen, dann sollten Sie kurz darüber nachdenken.

Zur Herstellung dieser Futterzusätze benötigt man HAIFISCHKNORPEL!

Bei Haifischknorpel handelt es sich um Knorpel von Haien, der in getrockneter und pulverisierter Form als Nahrungsergänzungsmittel im Handel erhältlich ist. Die Präparate werden als Mittel zur „Stärkung der Gelenke“ für Menschen und Tier mit Verschleißerscheinungen der Gelenke, Osteoporose und Arthritis beworben.

Da die Rufe zum Schutze des Haifisches in letzter Zeit immer lauter werden, findet man nun die abenteuerlichsten Erklärungen seitens der Hersteller im Netz:

Um ein absolut hochwertiges Chondroitinprodukt zu erhalten, ist darauf zu achten, dass der verwendete Rohstoff ausschließlich aus den Knorpeln des Haifisches gewonnen wurde. Billigrohstoffe welche z.B. aus Knorpeln von Rindern oder Schweineluftröhren gewonnen werden zeigen kaum die gewünschte Wirkung, da der Organismus des Pferdes den ohnehin nur in minderwertiger Qualität vorhandenen Wirkstoff kaum aufnehmen kann.

Warscheinlich steht das Pferd in der Evolution und in seiner Eigenschaft als Pflanzenfresser dem Haifisch näher, als dem Rind oder dem Schwein. Deshalb ist sein Verdauungssystem auch auf Fischknorpel ausgelegt.

„Beifang“ Haifischflosse

Um ein Kilogramm „Haiextrakt“ herzustellen, werden 50 Kilogramm Hai benötigt. Verwendet werden alle Teile des Tieres. Der weltweit größte Lieferant von Haiknorpel ist die Firma Shark Technology in Costa Rica, die von William Lane gegründet wurde. In den 1990er Jahren verarbeitete sie nach eigenen Angaben täglich 200 Tiere. Aus Costa Rica wird das Pulver in die USA exportiert und dort für den europäischen Markt verarbeitet.  Die Hersteller der Haiknorpel-Präparate erklären, dass für die Produkte nicht eigens Haie gefangen werden, sondern es handele sich um „Beifang“, beispielsweise aus der Tunfisch-Fischerei.“

Bei diesem „Beifang“ handelt es sich keineswegs um „kontrollierten Fischfang“, eher um das Gegenteil.

Aber lesen Sie erstmal diese abenteuerliche Erklärung:

Wichtiger Hinweis zum Thema Tierschutz: Unser Haifischknorpel Extrakt wird aus europäischem Fischfang nach der Lebensmittelherstellung gewonnen und stammt NICHT aus überfischten pazifischen Gewässern. Der in diesem Produkt verwendete Haifischknorpel stammt zum Schutz der Bestände von Haifischen aus kontrolliertem Fischfang. Es wird nur sogenannter „Beifang“ verwendet, d.h. Haie werden NICHT extra gefangen, um die Inhaltsstoffe dieses Nahrungsergänzungsmittels zu gewinnen.

Beifang wird auf hoher See „bearbeitet“ und als „lebender Abfall“ wieder ins Mer zurückgeworfen.

Beifang...

Beifang…

Dicht gemacht…

… die EU geht mit gutem Beispiel voran und hat dieser Praxis nun einen Regel vorgeschoben.

Seit November 2012 besteht in der EU ein Verbot, lebenden Haifischen die Flossen abzuschneiden und die Tiere zurück ins Meer zu werfen. Das sogenannte “Finning” wurde zuletzt noch von Spanien und Portugal praktiziert.
Zukünftig müssen gefangene Haifische unversehrt an Land transportiert werden. Dort dürfen die Flossen nur von toten Haifischen abgeschnitten werden. Wegen ihrer knappen Ladeflächen werfen Fischer bisher die häufig noch lebenden Haie wieder zurück ins Meer. Die Haie sterben dadurch eines grausamen Todes.
Ohne Flossen können sie nicht mehr schwimmen und sinken zum Meeresboden, wo sie qualvoll ersticken oder von anderen Raubfischen gefressen werden. Gemäss Schätzungen der Tierschutzorganisation “Humane Society” werden jährlich weltweit Dutzende Millionen Haie gefangen.

Im Februar diesen Jahres wurde zudem mit starker Mehrheit von 502 zu 137 Stimmen im Parlament in Straßburg dem Vorschlag des Fischereiausschusses für eine neue EU-Fischereipolitik stattgegeben. Damit spricht sich das Parlament u.a. für eine schnelle Einführung eines Rückwurfverbotes aus, das generell die Verschwendung von Fisch auf See eindämmen soll.

Mit starker Mehrheit von 502 zu 137 Stimmen hat das Parlament heute in Straßburg den Vorschlag des Fischereiausschusses für eine neue EU-Fischereipolitik angenommen. © European Union 2013 / EP

Mit starker Mehrheit von 502 zu 137 Stimmen hat das Parlament in Straßburg den Vorschlag des Fischereiausschusses für eine neue EU-Fischereipolitik angenommen. © European Union 2013 / EP

Pferd frisst Pflanze!

Es gibt durchaus passendere und wirksamere Alternativen, die auf das Verdauungssystem des Herbivoren „Pferd“ ausgelegt sind.

Ohne-Haifischknorpel2Green-E-lite bietet hierzu die pflanzlichen Futterzusätze von von James Hart Solutions an, sowie die auf aetherischen Ölen basierende Produktreihe von HORSESSENTIALS. 

Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit im Reitsport.

Dem Pferd zum Wohle – der Umwelt zur Liebe!

photo credit: hermanusbackpackers via photopin cc
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